Der Joker sticht

Samstag, 18 November 2017 geschrieben von 
Bericht aus dem Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 10.11.2017:
 
Sport Conrad engagiert sich als Sponsor für den Langlauf-Nachwuchs – Touren-Rennen neu

Garmisch-Partenkirchen – Beinahe wäre Fritz Dopfer ohne Geldgeber dagestanden. Einen Kandidaten hatte er an der Hand, der die Langlaufserie der Region IV unterstützen sollte. Mündlich war alles geregelt. Dann sagte er ab. Doch der Vorsitzende des Skigaus Werdenfels hielt noch einen Joker in der Hinterhand: Sport Conrad mit den Filialen in Garmisch-Partenkirchen, Murnau und Penzberg. Chef Hans Conrad sagte zu und unterstützt die Region gleich mit einem Paket, das drei Wettkämpfe beinhaltet: den Langlauf-Cup, einen Sommer-Wettbewerb für den Nachwuchs sowie – das gab’s noch nie – ein Skitouren-Rennen.

Damit setzt der Gau voll auf den Trendsport Skibergsteigen. Im Vorjahr hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) beschlossen, die Sportart ins Programm aufzunehmen. Klar ist bloß noch nicht, ob bereits 2022 oder erst 2026 die ersten Medaillen vergeben werden. Im Landkreis existiert zwar eine große (Hobby-)Touren-Szene, bislang fehlt aber ein größeres Rennen. Diese Lücke möchte nun der Gau schließen. Dopfer plant ein Nachtrennen auf den Gudiberg für das Frühjahr. Conrad bezeichnet die Idee als „interessant“. Er glaubt, dass der Wettkampf großen Zuspruch findet – auch unter Zuschauern. „Das ist ein Spektakel, eine tolle Geschichte.“ Dopfer sieht es ohnehin als Pflicht des Gaus an, „Impulse zu setzen“, obwohl sich die Skibergsteiger in einem eigenen Verband organisieren.

Bereits vor vier Jahren hatten Dopfer und seine Kollegen aus den Gauen Oberland und München mit der Langlaufserie einen neuen Wettkampf geschaffen. An den Rennen beteiligen sich zwischen 160 und 200 Kinder. Gedanke war, die Verbände der Gegend zu einen. Vier Rennen trägt die so genannte Region IV aus. Zwei im Oberland, zwei im Werdenfels. Dopfer sagt, er möchte weg vom „Kirchturmdenken“, also dem Egoismus der Gaue.

Unterstützung erhält er von Anton Danner und Steffi Schauer, den Sportwarten. Danner, der aus Gaißach kommt, lobt Conrads Engagement. „In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger, Sponsoren zu finden.“ Das Sporthaus finanziert die Wettbewerbe zunächst für zwei Jahre, dann wird wieder verhandelt. Hans Conrad geht es vor allem um die Jugend. „Ich möchte, dass die Jungen weiter im Skisport tätig sind.“ Über Jahre habe sich vor allem der Langlaufbereich zu einem wichtigen Standbein neben dem Alpin- und Tourensport etabliert. Er meint das nicht nur aus geschäftlicher Sicht. Der Zuspruch der Serie sei enorm. „Es war eine Herzensangelegenheit zu helfen.“ Künftig heißt der Wettkampf Sport-Conrad-Langlauf-Cup.

Für den Sommer-Wettkampf suchen die Verantwortlichen noch einen Namen. Das Grund-Konstrukt aber steht. Sie träumen von einem Turnier, das Disziplinen wie Schwimmen, Laufen, Radfahren oder Geschicklichkeits-Parcours enthält. Gedacht ist es für alle Sportler – also auch für Fußballer, Leichtathleten oder Hallensportler. Steffi Schauer betont: „Keiner braucht ein spezielles Können zum Mitmachen.“  am

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