 Freestyle 07
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Herausforderung Freestyle – unter die Lupe genommen
Michael Burkhardt am 20.11.2007 - 09:15 Uhr
Freeskiing hat sich in den letzten Jahren zu einem Trend im Skisport entwickelt, der es sogar schafft, eingefleischte Snowboarder für die Fortbewegung auf zwei Brettern zu begeistern.
Freestyle Ski ist die moderne Bezeichnung für Skiakrobatik, Trickskilaufen oder Skikunstlauf. Freestyle ist neben Langlauf, Alpinrennen und Skispringen die vierte und kreativste Dimension des Skisports. Zu Freestyle zählen die Disziplinen: Buckelpiste, Aerials, Skicross, Halfpipe und Big Air.
Betrachtet man die Ski-Freestyle Disziplinen genauer, so ergeben sich unterschiedliche Bedingungen und vielseitige Trainingserfordernisse.
In der Buckelpiste kommt es auf Geschwindigkeit und Technik an – aber auch auf Körperbeherrschung. Der Athlet soll den direkten Weg zum Ziel nehmen: Er darf den Buckeln nicht ausweichen, sondern muss sie in den Lauf integrieren. Dabei soll der Oberkörper ruhig bleiben, es arbeiten nur die Beine. Man braucht vorher Kraft- und Ausdauertraining um in der Buckelpiste die steilen Hänge und die teils hohen Sprünge zu bewältigen. Ohne den dazu gehörigen Mut lassen sich solche Pisten nicht bezwingen.
Aerials (dt. Springen): Auf einer Sprungschanze mit fast senkrecht nach oben weisender Absprungfläche werden nacheinander zwei - aus Saltos, Drehungen und Grätschen kombinierte Kunstsprünge gezeigt. Jeder Sprung hat dabei einen festgelegten Schwierigkeitsgrad. Die Punktzahl für einen Sprung ergibt sich durch die Multiplikation der Punkte für die Schwierigkeit mit den Punkten für die Ausführung.
Ski Cross: In einem KO-System mit sog. Heats treten jeweils vier bis sechs Sportler auf einem Kurs gegeneinander an. Die Qualifikation für das KO-System wird durch eine Qualifikation oder Time Trial ermittelt. Der Kurs enthält Steilkurven, Sprünge, Wellen und weitere Elemente, die die Geschicklichkeit der Fahrer herausfordern. Die beiden Erstplazierten steigen in die nächste Runde auf.
Die Athleten dieser Disziplinen müssen sich bei nationalen Wettkämpfen, Europacup-, Weltcupveranstaltungen und sogar bei den Olympischen Spielen mit anderen messen.
Die Halfpipe ist ab jetzt nicht nur den Snowboardern vorbehalten!
In dieser Variante des Skisports zählt in erster Linie der Stil (Style genannt). Es geht hierbei nicht darum, eine bestimmte Stilrichtung perfekt zu beherrschen, viel mehr zählen der Spaß am Probieren und der Ideen immer neuen Sprüngen. Trotzdem ist Kraft und Konzentration unabdingbare Voraussetzung, da immer mehrer Sprünge unmittelbar hintereinander folgen.
Der Internationale Skiverband (FIS) hat aufgrund des großen Interesses bei Zuschauern und Sponsoren eine eigene Weltcup-Serie ins Leben berufen.
Big Air und Slopestyle: Sie tragen nicht nur XXL Hosen, deren Schritt auf Kniehöhe liegt, sprechen einen eigenen Slang und zeichnen Tricks in die Luft, die herkömmliche Skifahrer nicht einmal aussprechen können. Diese Art von Wettbewerb wird über eine meist sehr große Schanze ausgetragen. Sie begeistern das Publikum mit möglichst spektakulären Sprüngen, Tricks und jeder im eigenen Style. Heute gilt der Big Air als gefährlichste Wettkampfdisziplin, aber auch mit den höchsten Preisgeldern. Laut Presseangaben der Air&Style Company München ist die Zuschauerzahl von 1.500 (1993) auf inzwischen 30 000 (2006) angestiegen.
Seit geraumer Zeit wird ein Big Air Contest / Wettbewerb mit zusätzlichen Hindernissen bzw. Kickern erweitert, um dem Teilnehmer die Möglichkeit zu geben, für einen verpatzten Sprung anhand jener mit gewonnenen Zusatzpunkten die Wertung aufzubessern. Diese Disziplin nennt sich Slopestyle.
Im Skigau Werdenfels wird als Einstieg mit der Buckelpiste begonnen, da sie die Vielseitigkeit im Freestyle am meisten fördert und eine spätere Spezialisierung ermöglicht. Einsiegsalter für den Nachwuchs ist etwa 10-14 Jahre; man sollte ein guter Skifahrer sein sowie Spaß am Springen und vielseitigem Skifahren mitbringen.
Durch qualifizierte Ausbildung und gezieltes Trainings wie es die Skiclubs anbieten wird die Verletzungsgefahr bei den Freestyle- Disziplinen erheblich minimiert und eine optimale Vorbreitung geboten. Wer Freestyle-Sportler werden möchte sollte mit den örtlichen Skiclubs oder dem Skigau-Werdenfels Verbindung aufnehmen.
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