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Alles anders – von heut’ auf morgenFellner -Tagblatt-GAP am 20.04.2010 - 08:17 UhrLandkreis - Auf Lisa Härtl, Monika Hümmer und Elisabeth Aichinger wartet nun die harte Phase auf dem Weg zur großen KarriereLandkreis – Lisa Härtl und Andreas Hauck – diese zwei Namen werden heuer in die beiden großen Wanderpokale des Skigaus Werdenfels eingraviert. Die Trophäen bekommen diejenigen Skitalente überreicht, die zum Saisonfinale im Parallelslalom des Maxi-DSL-Cup die Nase vorn haben. Mitnehmen dürfen sie den Cup allerdings nicht. „Der bleibt bei uns“, erklärt Gau-Schülersportwart Stephan Groll. In gewisser Hinsicht sollen die Pokale zu Erinnerungsstücken werden, auf denen sich die Vorzeigefahrer der Region verewigen. „Wir hoffen natürlich, dass in 20 Jahren da mal einige Namen von Sportlern draufstehen, die im Weltcup fahren.“ Lisa Härtl ist so eine, der es Groll zutraut. Gemeinsam mit Monika Hümmer und Elisabeth Aichinger hat sie die Saison aus Werdenfelser Sicht dominiert. Das Trio vom Skiclub Garmisch machte die Rennen mehr oder weniger unter sich aus. Folglich stehen die drei Mädchen auch an der Spitze des Gesamtklassements im Maxi-DSL-Cup, der Gau-Rennserie über den gesamten Winter. Härtl vor Hümmer und Aichinger – dahinter klafft erst einmal eine kleine Lücke. „Die drei sind wirklich sehr stark, sie sind auch deutsche Spitze“, stellt Groll klar. Ob sie freilich irgendwann in die riesigen Fußstapfen einer Maria Riesch werden steigen können, vermag auch der Sportwart nicht vorherzusehen. Doch: „Das Potenzial haben sie. Sie sind körperlich sehr gut drauf, das ist schon mal wichtig.“ Wie überhaupt der Jahrgang 1995 bei den Mädchen enorm stark war. Bei den Burschen sieht es da schon anders aus. Hinter Daniel Bittner vom Partenkirchen wird es merklich dünner. Thomas Bräckle (SCP) und Andreas Hauck sind die weiteren Aushängeschilder. Diese kommenden Jahre, das werden die schwierigsten. Das jedenfalls bekräftigt Stephan Groll. Und der kann ein Lied davon singen, schließlich macht sein Sohn Maxi gerade diese erste Phase nach den Schüler-Jahren durch. „Wer die ersten zwei Jahre schafft, der kann den Durchbruch schaffen“, meint Groll. „Doch bei den Buben verlieren 80 Prozent schon nach zwei Jahren die Förderung vom DSV.“ Doch was macht diesen Schritt raus aus dem vertrauten Gau-Bereich so hart? „Du bekommst neue Trainer, das Mannschaftsgefüge ist ganz ein anderes, die Eltern sind nicht mehr überall dabei“, nennt Groll nur einige Gründe. Auch beginnt der Youngster im Jugendbereich mit extrem hohen Startnummern. „Da hast du keine so guten Pisten mehr, körperlich sind die anderen, zwei Jahre älteren viel weiter. Da bleiben einfach die Erfolge aus.“ Und dann kommt der Kopf ins Spiel. „Psychologisch ist das wirklich schwierig“, weiß er. „Statt zu siegen, fährst du um die Plätze 50 bis 70.“ Die Ziele sind dann ganz andere: „Da heißt es, sich pro Jahr um 20 Startnummern nach vorne zu fahren.“ Viele Talente scheitern in dieser Phase. Gerüchte besagen zum Beispiel, dass Mathias Türpitz, Bernhard Maurer und Benedikt Gerig (alle SCG), die in diesem Winter erste Erfahrungen im Jugendbereich gemacht haben, die Skier künftig in die Ecke stellen. Grolls Tochter Lisa hat schon vorher resigniert, gibt den Rennsport nun auf. „Ich denke, sie hat bei ihrem Bruder gesehen, wie hart es ist“, mutmaßt Groll. |







