Alpin/News

Ein Trainingslager wo andere Urlaub machen.

Stephan Groll am 16.08.2009 - 10:23 Uhr

Im Zuge der Kondi-Wochen war der 5-tägige Lehrgang in Trobbole sicherlich der unumstrittene Höhepunkt für die Kid´s.

Konditionstraining steht im Trainingsplan der 13 aktiven Schüler im Regionalkader und der TG Werdenfels. Um die schweisstreibende Angelegenheit etwas attraktiver zu gestallten lies sich der Trainer Bruno Vogt etwas besonders einfallen. Eine Radwoche sollte her und diese gleich am Gardasee „das Wetter hier kannst vergessen“ so der Orginalton von Vogt. Also kauften wir schnell einen Anhänger für unser neuen Mannschaftsbus damit auch alles Platz hatte und fuhren los. Ziel der Campingplatz Maroadi in Torbole.

Dort angekommen wurden schnell die Zelte aufgebaut. Ein Gewitter stand über Torbole, dass auch gleich alle Zelte einen Härtetest unterzog. Eine kleine Tour zum Materialtesten war geplant. 500 Höhenmeter und 20 Km von Torbbole über Riva nach Pregasina. Am Campingplatz wieder angekommen wurden wir von unser Köchin „Michaela“ erstmal mit Spagetti versorgt. Dann musste aber erst einmal der mitgebrachte Werkzeugkoffer ausgepackt werden. Bremsbacken müssten erneuert werden, Schaltungen eingestellt und fasst alle Ketten geschmiert werden.
Die Eltern zuhause haben es wohl zu genau genommen mit dem „Konditionstraining“. Bestens betreut und versorgt auf den Touren wurden die Kid´s von Bruno Vogt, Carlo Tronci und von Stephan und Maximilian Groll.

Am 2. Tag folgte gleich der erste Härtetest. 1100 Höhenmeter zur „Malga Grassi“ standen auf der Tagesordnung. Der Anstieg meist auf Radwegen bei 33 Grad im Schatten und die ganzen 1100 Hm an einem Stück. So haben wir keinen Brunnen auf dem Weg nach oben ausgelassen.



Oben angekommen wurde erst einmal Brotzeit gemacht, bevor es die ersten schon wieder weiter trieb. Eine 15 Km lange Trailabfahrt über den Dächern von Riva lag vor uns. Die Stoßdämpfer und Bremsen wurden ganz schön hergenommen und so mancher Federweg reichte nicht mehr aus. So landete der eine oder andere ein oder auch mehrmals im Gebüsch.

Am 3. Tag ging es auf den Monte Velo. 1400 Höhenmeter und 50 Km. Wieder schwitzen ohne Ende und kein einziger Brunnen lag auf dem Weg. Nach sensationellen Ausblicken auf den Gardasee einer gewaltigen Abfahrt und einigen Umwegen „manche nennen es auch Abkürzungen“ ging es erst mal in eine Eisdiele in Arco.

Am 4. Tag stand der Tremalzo auf dem Programm. Für jeden Biker am Gardasee fast eine Pflicht. In drei Gruppen aufgeteilt gingen wir die 2200 Hm und 60 Km an. Alle kämpften sich die scheinbar immer länger wehrende Auffahrt über den „Passo Notoa“ und den historischen Kriegswegen nach oben.



Oben am Tunnel des „Passo de Tremalzo“ waren die Strapazen fast vergessen. Jetzt stand noch eine 25 Km lange Abfahrt auf nicht endeten wollenden Schotterwegen an. Auf der Schifffahrt von Limone nach Riva herrschte völlige Zufriedenheit über die vollbrachten Leistungen. Völlig verstaubt von den Schotterwegen am Gardasee freuten sich alle nur noch auf das Abendessen und auf das Nachtleben an den Stränden von Torbbole.

Am 5. Tag stand nach 180 Kilometern und 5300 Höhenmetern einigen schmerzenden Hinterteilen und Schürfwunden nur noch Baden, Sonne und die Heimreise an






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